Was ist beim Kauf einer Gartenfräse wichtig?

gartenfraeseWer sich für den Kauf einer Gartenfräse interessiert, der sollte einige Punkte berücksichtigen. Schließlich ist die Auswahl an Geräten groß und da kann es schon mal nicht einfach sein, den Überblick zu behalten, um das passende Gerät zu finden. Daher sollte man eine kleine Liste an wichtigen Punkten abarbeiten, um zu sehen, was das entsprechende Modell leisten kann. Dadurch wird es bestimmt einfacher, die Gartenfräse zu finden, die alles Wünsche und Vorstellungen entspricht. Ein genauer Vergleich lohnt sich auf jeden Fall, denn je nach Modell und Hersteller kann es zu großen Unterschieden kommen und auch die verwendete Technologie kann sich sehr unterscheiden.

Die Leistung:

Dieser Punkt hängt sehr vom Einsatzort der Bodenfräse ab. Handelt es sich um eine große Fläche und vielleicht sogar noch um einen eher harten Boden, dann muss die Leistung der Gartenfräse entsprechend höher sein. Die Angabe der Leistung erfolgt vom Hersteller in Watt und gibt Auskunft über die Leistung, die der Motor aufbringen kann. Handelt es sich um eine Gartenfräse mit Elektromotor, dann wird meist nur die Nennaufnahmeleistung angegeben. Dieser Wert sagt aus, wie viel Strom der Motor aufnehmen kann, jedoch nicht, wie viel Strom der Motor wieder abgeben kann. Ein Hinweis ist folgendes Beispiel: Handelt es sich um eine Bodenfräse, die mit einem Messerwerk von 20 x 20 cm ausgestattet ist, dann reicht meist eine Leistung von 800 Watt aus. Bei einer Fläche von 40 x 25 cm, sollte die Leistung aber mindestens 1500 Watt betragen und bei einem Maß von 60 cm oder mehr, ist es empfehlenswert, dass die Gartenfräse ca. 4000 Watt Leistung bieten kann.

Die Breite:

Die optimale Breite der Gartenfräse hängt von der Fläche ab, die mit ihr bearbeitet werden soll. Handelt es sich eher um einen großen Garten, dann sollte auch das Gerät eine höhere Breite haben. Bei einem kleinen Garten, ist ein schmales Gerät empfehlenswerter, da dieses auch wendiger ist und daher einfacher in der Handhabung. Als Richtmaß lässt sich festlegen, dass bei einer Nutzfläche von bis zu 1000 Quadratmeter eine Breite von 20 bis 30 cm völlig ausreicht. Eine Breite von 60 cm ist bei größeren Flächen sinnvoll, denn dann kommt man mit der Bearbeitung besser voran.

Die Tiefe:

Neben der Breite ist ein weiterer wichtiger Aspekt die Tiefe der Bodenfräse. Allerdings gibt es hier bei den Gartenfräsen nur wenig Unterschiede. Üblich sind Tiefen von 20 oder 25 cm. Dieses Maß entspricht in etwa der Blattlänge eines Spatens. Das bedeutet, dass eine Gartenfräse ungefähr genauso viel bearbeitet wie ein Spaten, wobei natürlich in der Breite ein Unterschied zu sehen ist. Wer ein Modell mit einer größeren Tiefe sucht, kann ebenfalls fündig werden, denn es gibt auch Bodenfräsen, die eine Tiefe von 30 cm oder mehr erreichen. Diese Modelle sind aber in der Regel für die gewerbliche Nutzung geeignet und auch dann praktisch, wenn es sich um eine wirklich sehr große Fläche handelt, die bearbeitet werden soll.

Die Hackmesser:

Bei den Hackmessern handelt es sich sozusagen um die Blätter des Spatens. Daher wird die Arbeit der Gartenfräse umso besser, je mehr Messer vorhanden sind, da dann mehr „Spaten“ die Erde bearbeiten können, was dann den Boden besser auflockert und zerkleinert. Stehen die Messer an der Gartenfräse sehr weit auseinander, dann verursachen die große Erdbrocken, was nicht sehr sinnvoll ist, wenn der Boden weiter bearbeitet werden soll. Daher sind 4 bis 6 Hackmesser meist empfehlenswert, um den Boden ausreichend zu bearbeiten.

Das Gewicht und die Laufräder:

Eine weitere wichtige Aufgabe übernehmen die Laufräder, die an das Gewicht der Gartenfräse angepasst sein müssen. Sind die Laufräder zu klein oder zu schlecht konstruiert, dann wird es schwierig und bedarf hoher Kraft, die Bodenfräse zu bewegen und sie in der Spur zu halten. Das hohe Gewicht der Benzin-Gartenfräsen ist besonders schwierig zu bewegen, wenn die Laufräder nicht passend sind. Handelt es sich um gute Laufräder, dann ist auch das Bewegen über den Boden wieder einfacher. Unproblematischer ist generell eine Gartenfräse, die einen Elektromotor hat, denn ein solches Modell wiegt meist höchstens 13 kg. Handelt es sich um eine Fräse mit hohem Gewicht, müssen auch die Räder entsprechend qualitätsvoll sein.

Die Sicherheit:

Durch die scharfen Messer der Gartenfräse ist beim Umgang mit ihr auch immer auf die Sicherheit zu achten, um Verletzungen zu vermeiden. Dazu gehört auch eine gute Sicherheitsabdeckung, denn eine umgebende Hülle vermeidet das Umherschleudern von Steinen oder Wurzelteilen. Auch der zufällige Kontakt mit den Messern wird dadurch vermieden.

Wichtig sind außerdem die Sicherheitsschalter, die sich am Griff der Bodenfräse befinden sollten. Wird die Gartenfräse genutzt, dann werden diese gedrückt gehalten. Gleitet die Fräse aus der Hand, schaltet sie sich dadurch sofort selber ab. Dies ist ein sehr wichtiger Sicherheitsaspekt, den alle Gartenfräsen haben sollten.

Eine Dämmung ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt einer guten Gartenfräse. Dadurch werden die Vibrationen des Gerätes abgefangen, die sonst den menschlichen Körper schädigen könnten. Eine Bodenfräse ist gut gedämmt, wenn man an den Griffen keine bis wenig Vibrationen spürt. Empfehlenswert sind außerdem geeignete Handschuhe, die ebenfalls diese Vibration abfangen können.

Ein guter Hinweis ist auch die Existenz eines Prüfsiegels. Schließlich gibt es zahlreiche Hersteller, die Gartenfräsen produzieren. Nicht alles sind bekannte Marken und einige verzichten auf die Kennzeichnung durch Prüfsiegel wie zum Beispiel das CE Zeichen und ähnliche Siegel. Das lässt darauf schließen, dass bei diesen Geräten keine ausreichende Prüfung vorgenommen wurde. Ein solches Gerät sollte man daher auch nicht kaufen. Sehr viel sicherer ist der Kauf eines Markengerätes, was auch die erforderlichen Gütesiegel hat und somit sowohl auf Sicherheit als auch auf Funktion geprüft wurde.



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