Rasenmäher-Roboter: Was können sie wirklich?

Mittlerweile führt so ziemlich jeder namenhafte Gartengeräte-Hersteller einen Mähroboter in seinem Angebots-Portfolio. Die Frage die sich stellt, kann ein automatischer Rasenschnitt durch einen Mähroboter einen Handgeführten Rasenmäher-Schnitt ersetzen?

Wie funktioniert ein Rasenmäher-Roboter

Angetrieben wird ein Mähroboter mit einem kleinen Elektromotor der seine Energie aus einem integrierten Akku bezieht. Neigt sich der Akkustand dem Ende zu, fährt der Roboter eigenständig zu einer im Garten befindlichen Ladestation. Nach dem Aufladen macht sich der Roboter dann wieder an seine Arbeit und mäht den Rasen. Die meisten Geräte erkennen mittlerweile Auch stärkeren Regen oder andere Herausforderungen die ein mähen erschweren. In diesen Fällen bricht der Mähroboter seinen Arbeitsauftrag ab und fährt zu seiner Basisstation um das „Unwetter“ abzuwarten.

Die Rasenfläche die dem Mährobter zugeordnet werden soll muss vor der ersten Inbetriebnahme durch einen Führungsdraht abgesteckt werden. Dieser wird leicht oberhalb oder unterhalt der Grasnarbe platziert. Mit etwas Geschick kann man das selber machen oder von einem Fachmann übernehmen lassen. Viele Hersteller empfehlen die Verlegung des Führungsdrahtes von einem Fachmann, damit eine Fehlerfreie Installation gewährleistet ist.

Viele Geräte sind bei der Arbeit so leise, dass sie auch innerhalb der gesetzlichen Ruhezeiten ihren Betrieb fortführen könne. Aber Obacht, dass trifft nicht auf alle Mähroboter zu. Ein weiterer Vorteil ist der geringe Stromverbrauch der kleinen Rasenmäher. Dieser ist so gering, dass der Roboter problemlos jeden Tag seine Arbeit aufnehmen kann und man so stets einen perfekt getrimmten Rasen vorliegen hat. Durch die täglichen Schnittarbeiten fällt auch kein großer Abfall an. Denn die abgetrennten Grasspitzen sind so klein, dass sie problemlos auf dem Rasen liegen bleiben und als natürlicher Dünger dienen können.

Nicht jeder Mähroboter kann überzeugen

Wir haben uns einmal die Ergebnisse der Stiftung Wahrentest angeschaut und mussten feststellen, dass nicht jeder Mähroboter sein Geld wert zu sein scheint. Eines kann man wohl festhalten. Möchte man einen zuverlässigen Mähroboter der ein sauberes Schnittergebniss liefert muss man einiges an Geld investieren.

Stiftung Warentest hat insgesamt 8 Rasenroboter getestet die mit 1000 bis 2600 Euro zu Buche schlagen. Das Beste Testergebnis konnte dabei der „Honda Miimo 300“ erlangen der die Note 2,1 erhalten hat. Das Gerät kostet allerdings auch stolze 2550 Euro. Gut 1000 Euro günstiger ist das Modell „Indego“ vom Hersteller Bosch, dass immerhin noch die Note 2,5 bekommen hat. Hier kann man sicher vom besseren Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen. Der günstigste getestete Rasenmähroboter war der „Worx Landroid WG794E“ für 1000 Euro. Der Landroid erreichte allerdings auch nur ein „ausreichend“. Die Preise der verschiedenen Rasenmäherroboter kann man im Internet vergleichen. Eine Übersicht der Gardena-Geräte findet man unter anderem auf Idealo. Den gesamten Testbericht von der Stiftung Warentest kann man hier lesen. Allerdings benötigt man für eine volle Einsicht einen gesonderten Zugang.

Folgende Schwächen birgt ein Mähroboter

Mähroboter fahren je nach Einstellung mehrere Stunden am Tag. Damit diese ihre Arbeit wunschgemäß durchführen können, muss der Rasen stets frei von Hindernissen sein. Von Bäumen gefallenes Obst oder Tannenzapfen können schon unüberwindbare Hindernisse darstellen, die den Einsatz des Mähroboters unterbrechen. Auch zu beobachten ist, dass einige Roboter die Grasnarbe an den oft befahrenen Stellen verletzen und hässliche Fahrspuren hinterlassen.

Fast alle Geräte haben Probleme die Rasenkanten sauber zu mähen. Hier kann man entgegen wirken, in dem man entlang der Rasenkanten, auf Höhe der Grasnarbe, Steinplatten verlegt. Andernfalls wird man nicht drum herum kommen mit einem Trimmer manuell nachzuarbeiten. Prinzipiell kann man aber sagen, dass je ordentlicher der Führungsdraht verlegt ist, desto sauberer die Mähroboter an der Rasenkante entlang arbeiten.

Die Sicherheit

Auch in Punkto Sicherheit gibt es bei einigen Geräten Defizite. Wenn sich Kinder im Garten befinden sollte man prinzipiell auf den Einsatz eines Mähroboters verzichten. Denn nicht jeder Roboter stoppt zuverlässig, wenn er auf ein Hindernis stößt. Mitunter laufen die integrierten Messer weiter was zu Verletzungen führen kann. Im Test von Stiftung Warentest wurde der Mähroboter von „Husqvarna“ trotz seiner guten Mähergebnissen nur mit dem Ergebnis „befriedigend“ ausgezeichnet, da er in Sachen Sicherheit Verbesserungsbedarf zeigte. So liefen bei dem Gerät die Messer noch zu lange nach dem ausschalten weiter.

Wartung und Pflege

Eine positive Nachricht für jene die mit dem Gedanken spielen sich einen Rasenmähroboter anzuschaffen: eine aufwendige Wartung oder Pflege der Geräte ist nicht von Nöten. Es ist ausreichend das Gerät einmal die Woche zu reinigen und 1-2 Mal im Jahr die Messer auszutauschen. Der Austausch der Messer ist dabei recht unkompliziert und günstiger als man vielleicht annimmt. Für ein paar Euro sind diese bereits zu erwerben. Teurer wird es dahingegen, sollte einmal der Akku schlapp machen. Dieser kann je nach Gerät bis zu 500 Euro kosten. Um den Akku zu schonen, empfiehlt es sich das Gerät bei längerer Nichtnutzung, beispielsweise wenn man sich im Urlaub befindet oder auch im Winter, komplett auszuschalten. Es ist aber darauf zu achten, dass der Ladestand nicht auf null fällt. Empfehlungen dazu finden sich auch in den meisten Bedienungsanleitungen.



Für diesen Beitrag sind die Kommentare geschlossen.